Autoversicherung in der Schweiz – für Ausländer nicht günstig

Dass die Schweizer einen ausgeprägten Nationalismus haben, das wird jedem Ausländer klar, der in der Schweiz eine Autoversicherung abschließen möchte. Denn außer Österreichern und Deutschen wird anderen Ausländern offenbar von vorne herein bescheinigt, dass sie mit den Straßen in der Schweiz nicht klar kämen. So zahlen auch Franzosen und Italiener sehr viel mehr als sie wahrscheinlich müssten, wenn man in der Schweiz ein gerechteres System für die Berechnung der Versicherungsprämien für die Autoversicherung bei Ausländern anwenden würde. Und wer aus dem Osten von Europa, aus Russland oder der Türkei kommt, der wird was die Prämienhöhe angeht noch kräftiger zur Kasse gebeten. Doch trauen die Schweizer den Angehörigen dieser Nationalitäten nicht zu auf Schweizer Straßen zu fahren?

Foto: Joujou  / pixelio.de
Foto: Joujou / pixelio.de


Offiziell kein Rassismus

Offiziell schon! Doch hinter vorgehaltener Hand hört man sogar von den Schweizern, dass die Versicherungen die Ausländer bis zur möglichen Einbürgerung extra mit hohen Prämien belegen. Und das alles ganz legal unter dem Deckmantel des Schweizer Gesetzes. Denn so etwas wie Gleichstellung gibt es in der Schweiz nicht. Das haben bis vor gar nicht allzu langer Zeit auch die Frauen in der Schweiz zu spüren bekommen. Denn sie dürfen noch nicht lange auf Bundesebene wählen. Es gibt in der Schweiz aber nicht nur Nationalisten, sondern auch viele Rechtspopulisten. Einige hatten sogar schon in einem der Kantonräte eine Aufsplittung der Kriminalstatistik nach „reinen Schweizern“ und Eingebürgerten gefordert! Eigentlich wird die Autoversicherung aber nach Faktoren wie Wohnort, dem Alter, dem Geschlecht, der Fahrerfahrung und des bisherigen Schadensverlaufs und der Art und Leistung des Fahrzeugs berechnet – und nach der nationalen Herkunft des Fahrers.