Warum wollen Franzosen nicht gerne Englisch oder Deutsch lernen?

Die Franzosen sind ein sehr stolzes Volk. In keinem anderen europäischen Land wird der Nationalstolz heute noch so gepflegt, wie in Frankreich. Die Tricolore ist für die Franzosen das Symbol schlechthin wenn es um ihr Land geht, das international gesehen aber nur noch wenig zu sagen hat. Die Franzosen lernen dabei auch nicht gerne eine andere europäische Sprache. Englisch ist allerdings in der Schule ein Pflichtfach, da auch Frankreich im internationalen Wettbewerb steht und sich die Unternehmen untereinander irgendwie verständigen müssen. Allerdings siegt wenn es um Sprachen lernen geht häufig in Frankreich der Nationalstolz. Vermehrt wird neben Englisch aber auch Italienisch und Deutsch von den jungen Franzosen fleißig gelernt. Im Gegenzug ist das Interesse im übrigen Europa an der französischen Sprache zurückgegangen. Dennoch werden gerade von Deutschen viele Sprachurlaube in Frankreich gebucht.

Foto: Peter Heinrich  / pixelio.de
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Einst mehr als nur Nationalsprache

Französisch war dabei bis zum 1. Weltkrieg die Sprache schlechthin. Englisch hatte damals noch keine so große Bedeutung. Französisch wurde unter anderem auch an den europäischen Königshäusern gesprochen. Denn neben dem spanischen Hofzeremoniell war es üblich, dass man auch Französisch sprach. Zudem hatte Frankreich einst viele Kolonien, in denen ebenfalls Französisch gesprochen wurde. Heute hat die Sprache an Attraktivität verloren – jedenfalls außerhalb der Grenzen von Frankreich. Auswanderer, die nach Frankreich kommen, um hier zu leben und zu arbeiten sollten dabei die Französische Sprache auf jeden Fall beherrschen. Denn im Alltag trifft man kaum auf Menschen, die Englisch können oder bereit sind Deutsch zu sprechen.